Neuigkeiten
Es ist nicht gesagt, daß es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muß es anders werden. (Georg Christoph Lichtenberg)
In diesem Sinne informieren wir hier über unsere Bestrebungen, unsere neuen Wege, unsere Projekte.
Gemeinsames Kitaprojekt zwischen der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Ev. Kitaverband für Berlin Mitte-Nord
Ev. Kita St. Ursula eröffnet zum 01.Februar 2012
Im Februar 2012 wird die Ev. Kita St. Ursula in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) in der Wegelystraße in Charlottenburg eröffnet. Die neu erbaute Kindertagesstätte bietet Platz für bis zu 50 Kinder im Alter ab acht Wochen bis zur Einschulung. Das Betreuungsangebot erfolgt auf Grundlage einer Kooperation des Kirchenkreises mit der KBV und soll u.a. den KBV-Mitarbeitenden ein betriebsnahes Serviceangebot bieten. Die Kindertagesstätte wird von Montag bis Freitag jeweils von sieben Uhr bis 19 Uhr durchgehend geöffnet sein. Die Schließzeiten sind auf ein Minimum reduziert, eine Sommerschließzeit ist nicht vorgesehen.
Anmeldeverfahren
Das Angebot der Kita ist offen für alle Kinder. Somit haben auch Eltern, die nicht KBV-Mitarbeitende sind, jedoch einen umfassenden Betreuungsbedarf für ihr Kind haben, die Möglichkeit, ihr Kind in der Einrichtung betreuen zu lassen. Um sich einen Platz in der Warteliste zu sichern, wenden Sie sich bitte an die Leiterin der Kita Frau Schmack-Lönnendonker per Email: ev.st.ursula-kita@kkbs.de.
Pädagogische Qualität als Grundlage des Angebotes
Zur Berücksichtigung der altersspezifischen Bedürfnisse ist ein Bereich als Kindernest für die Jüngsten sowie zwei altersgemischte Bereiche für die älteren Kinder vorgesehen. Geplant ist eine gruppenübergreifende an die offene Arbeit angelehnte pädagogische Arbeit, aus der sich eine funktionale räumliche Struktur der Kindertageseinrichtung ergibt. Grundlage allen Handelns und Wirkens sind die pädagogischen Ansprüche des Berliner Bildungsprogramms und die Qualitätsmaßstäbe der Evangelischen Kindertageseinrichtungen im Ev. Kitaverband Berlin Mitte-Nord.
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MEHR MÄNNER IN KITAS
www.kitahelden.de und www.mann-macht-erziehung.de
Eine hochrangige Jury hat im Dezember Modellprojekte ausgewählt, die Anfang 2011 an den Start gehen können. “MEHR Männer in Kitas” fördert Träger von Kindertageseinrichtungen, die unter anderem Strategien und Maßnahmen zur Erhöhung des Anteils männlicher Fachkräfte in Kitas entwickeln und umsetzen. Der Kita-Verband im Evangelischen Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte ist einer von insgesamt deutschlandweit 16 Modellregionen, die nun im Rahmen des Modellprogrammes durch Mittel des Europäischen Sozialfondes (EFS) und des Bundesministeriums (BMFSFJ) gefördert werden. Familienministerin Christina Schröder übergab am heutigen Donnerstag die Zuwendungsbescheide. Der Kita-Verband Stadtmitte ist das einzige Projekt aus Berlin, das die Förderung erhält. Geschäftsführerin Kathrin Janert: „Ich freue mich sehr darüber, dass wir mit dabei sind. Das Thema liegt mir schon lange am Herzen.” Der Anteil männlicher Erzieher liegt in den Kitas des Kirchenkreises Berlin Stadtmitte bereits jetzt schon bei neun Prozent. „Wenn es uns das Programm ermöglichen würde, deutlich mehr Jungen und Männer für den Beruf des Erziehers zu interessieren und zu gewinnen, wären wir schon einen guten Schritt weiter”, so Kathrin Janert. Ziel ist es, mindestens 20 Prozent Männer in Kindertageseinrichtungen zu beschäftigen.
Auf die Ausschreibung für das ESF-Programm haben sich 76 Kita-Träger bzw. Trägerverbünde beworben. Mehr als 3.700 Kitas sind an den eingereichten Projekten beteiligt. Laut einer Studie der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin und des Forschungsinstituts Sinus Sociovision spricht sich eine überwiegende Mehrheit der Kita-Leitungen, Träger-Verantwortlichen, Erzieherinnen und Eltern für mehr männliche Fachkräfte in Kitas aus. Die Befragten begründen dies unter anderem damit, dass männliche Fachkräfte für Kitas eine Bereicherung sein können, da sie oftmals verstärkt Angebote, Tätigkeiten und Ideen, wie beispielsweise verstärkt Sport- und Spieleaktivitäten, einbringen und einen familiären Mangel an männlichen Bezugspersonen abfedern können. Derzeit liegt der Anteil pädagogisch arbeitender Männer in Kitas bei durchschnittlich 2,4 Prozent.
Unser Projekt ist als ein zweigleisiger Prozess aufgebaut. Der interne Prozess vereint unsere Bemühungen, den Anteil von Männern in Kitas zu erhöhen, die nur gelingen, wenn in den Kitas eine geschlechtersensible Pädagogik und Kultur bewusst gelebt wird. Wir wollen in unseren Kitas die IST-SITUATION hinsichtlich der gelebten Rollenbilder, der Ansätze zum Gender Mainstreaming und der geschlechtssensiblen Pädagogik evaluieren. Die Bedeutung von Männern in Kitas werden wir stärker in unserem Trägerleitbild und Qualitätszielen zu verankern. Damit verbunden ist eine stärkere Fokussierung auf die geschlechtergerechte Erziehung in Kitas. Hier ist die bewusste Einbeziehung männlicher Erzieher notwendig. Arbeitskreise für männliche Erzieher werden initiiert, gemischtgeschlechtliche Arbeitsgruppen werden sich mit Genderfragen auseinandersetzen. Ziel ist es, für alle Kitas des Trägers ein Gender Mainstreaming - Konzept und ein Schutzkonzept zu entwickeln und zu verankern.
Parallel dazu müssen bereits bestehende Netzwerke und neue Kooperationen ausgebaut werden. Die Einrichtung einer Koordinierungsstelle im Träger ist die Voraussetzung dafür. Durch eine intensive Zusammenarbeit mit den Sekundarschulen und Gymnasien, vor allem mit der Ev. Gemeinschaftsschule Berlin -Zentrum sollen Projekte angeschoben werden, die vor allem Jungen in der Berufsfindungsphase anspricht. Durch ein „Soziales Praktikum”, Angebote im Rahmen des Boys Days bzw. ein Freiwilligenprojekt in der 8.-10. Klasse erhalten Jungen einen differenzierten Einblick in die anspruchsvolle Arbeit von Kindertageseinrichtungen. Die Freiwilligen werden von Mentoren der Ev. Hochschule Berlin und der Ev. Fachschule „Oberlin-Seminar” begleitet. In Zusammenarbeit mit den Fach- und Hochschulen werden Fort- und Weiterbildungsangebote für Erzieher und/oder Erzieherinnen entwickelt, die sich auch mit Fragen der geschlechterheterogenen und geschlechtersensiblen Pädagogik befassen. Damit verbunden ist eine Weiterentwicklung der Unterrichtsmodule, die stärker als bisher Gleichstellungsstrategien und spezifische Probleme, wie den Generalverdacht bezüglich sexuellen Missbrauchs berücksichtigen. Hinsichtlich der Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit werden Erzieher, die bereits in Kitas arbeiten, das Berufsbild auf Berufs- und Ausbildungsmessen repräsentieren.
